1. Einen Zitierstil verbindlich festlegen
Prüfe zuerst den Leitfaden deiner Hochschule oder frage die Betreuung. APA, Harvard und Fußnotenstile folgen nicht denselben Regeln. Besonders „Harvard“ bezeichnet unterschiedliche Autor-Jahr-Varianten und ist keine überall identische Formatvorlage.
Lege für dein Projekt eine kleine Prüfliste mit den tatsächlich geltenden Regeln an. Halte auch Sonderfälle fest, etwa Unternehmensberichte, Webseiten ohne Datum oder Sekundärzitate. So vermeidest du, bei jedem neuen Quellentyp unbemerkt den Stil zu wechseln.
2. Wörtliche Übernahme und Paraphrase unterscheiden
Ein direktes Zitat übernimmt den Wortlaut und muss entsprechend gekennzeichnet sein. Eine Paraphrase gibt einen Gedanken in eigenen Worten wieder und benötigt ebenfalls einen Beleg. Nur einzelne Wörter auszutauschen reicht nicht, um aus einer engen Textübernahme eine eigenständige Darstellung zu machen.
Bei APA 7 enthalten direkte Zitate zusätzlich zum Autor und Jahr eine Fundstelle. Bei Paraphrasen sind Seitenzahlen nicht generell vorgeschrieben, können aber beim Auffinden helfen. Lokale Vorgaben können strengere Anforderungen setzen.
Weiterführend: Purdue OWL: APA In-Text Citations
3. Quellenangaben am Original kontrollieren
Überprüfe Titel, Autorenschaft, Jahr und gegebenenfalls Ausgabe am Original oder auf der Verlagsseite. Ein importierter Datensatz ist keine Garantie für richtige Metadaten. Achte auch darauf, ob du einen Zeitschriftenartikel, ein Buchkapitel oder das ganze Buch zitierst.
Ein DOI kann helfen, eine Publikation wiederzufinden. Seine Existenz beweist aber weder, dass die Quelle deine konkrete Aussage stützt, noch dass die Studie methodisch überzeugend ist. Dafür musst du den Inhalt selbst prüfen.
4. In beide Richtungen abgleichen
Gehe die Textbelege durch und suche jeweils den zugehörigen Eintrag. Prüfe anschließend umgekehrt, welche Literaturangaben im Text tatsächlich verwendet werden. Beachte Ausnahmen des gewählten Stils, etwa persönliche Kommunikation bei APA.
Wenn sich Autorennamen oder Jahreszahlen unterscheiden, korrigiere die Ursache statt einen zweiten Eintrag anzulegen. Bewahre deine Rechercheunterlagen getrennt vom finalen Literaturverzeichnis auf.
Dein nächster Schritt
Gehe die Prüfpunkte oben für deine eigene Arbeit durch.
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